Riffkeramik, eine alternative zu Lebendgestein?

Riffkeramik oder Lendgestein? Als Mitte September 2011 mein kleines Miniriff Projekt in Angriff genommen wurde, stellte ich mir die gleiche Frage! Nicht das Riffkermik ein bisschen billiger war (der Preisunterschied ist eigentlich nicht der Rede wert), sondern eher die filigranere Form war der Ausschlaggebende Grund für die Keramik Alternative.

Lebendgestein ist halt nicht gerade für seine grazile Form bekannt und ein 80 Liter Becken ist nicht gerade Üppig am Platzangebot, deswegen mein Versuch mit einer kleinen Keramiksäule.

So sah mein Aquarium kurz nach dem einrichten aus, ziemlich weiß und ziemlich Leblos.

Nach ein paar Wochen befand sich zwar Leben auf dem „Stein“, aber anders als von mir erhofft hieß Leben in meinem Fall Kiesel- und Grünalgen.

Aber gut, immerhin ist das ein normal Prozedur beim Einfahren des Aquariums und die Algenphase hatte auch irgendwann sein Ende erreicht. Nach dieser Algenphase kaufte ich mir mein erstes Lebendgestein, zusammen mit zwei Korallen, als Lebend Überträger! Also nicht als Indikator, dafür wurde gleich am Anfang „belasteter Sand“ aus einem Großaquarium verwendet, sondern als tatsächlicher Tier- und Rotkalkalgen-Spender

Deutlich ist der Unterschied zwischen dem mit Rotkalkalgen übersäten Lebdgestein, zur strahlend weißen Keramik zu erkennen. Aber schon nach kürzester Zeit siedelten die ersten Rotkalkalgen auf die Keramik über.

Jetzt, also etwa 6 Monate nach dem Einrichten, ist so gut wie kein Unterschied zwischen der Keramik und dem Lebendgestein zu erkennen. Selbst Korallen haben sich Übergesiedelt und „Übervölkern“ die Riffkeramik.

Fazit:

Ich gebe zu, ohne dem guten Lebendgestein wäre meine Riffkeramik-Säule wahrscheinlich nicht halb so schnell (oder vielleicht auch gar nicht) besiedelt worden. Doch müssten alle „Lebendgestein-Alternativ-Gegner“ zugeben das die Riffkeramik innerhalb kurzer Zeit gerne als Ersatz genommen wird. Ich denke das man nicht genötigt sein muss, das ganze Aquarium mit Lebendgestein zu bebauen. Wie in meinem Fall gezeigt reicht in etwa ein 1:4 Verhältnis von Lebendgestein zur Keramik aus um ein homogenen Anblick zu erschaffen.

Mehrere Bilder gibt es auf meiner Flickr-Seite zu begutachten.